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2011: Wieder war ich ein paar Male in den verschiedenen Bunkern. Im Herbst 2011 auch nochmal im Bunker der Landesregierung NRW. Davor auch im "THW 3" in Kirspenich - der Funk/Kommunikationszentrale des Regierungsbunkers (Video).
Neu ist nun mein Youtube Kanal zum Thema Bunker/Dead Places
Oktober 2010: War am Sonntag, 17.10. im Bunker der Bundesbank in Cochem. Mäßig beeindruckend - außer wenn man bedenkt, dass der in einem Wohngebiet errichtet wurde. Leider auch durch zwischenzeitliche Teilnutzung von der Vereinten Raiffeisenbank Cochem etwas verunstaltet und andererseits von der nunmehr schon langen Nichtnutzung deutlich angegammelt. Trotzdem schön, einen Bunker mal ohne die ganzen nachträglichen Rauchmelder und Notausgang-Leuchten zu sehen. Manche Skurrilität und noch immer offensichtliche Geheimhaltung lässt einen doch sehr grübeln.
Geschichtliche Hintergründe.
Video vom Bunker in Cochem - neues Video vom Bunker in Ahrweiler.
September 2010: War im Greenbrier in USA - dem Atomic Shelter für die US-Regierung. Armselig. Das ist gar kein richtiger Bunker - einem Treffer in der Umgebung hätte er nicht standgehalten. Max. 60 Fuß unter der Erde - überwiegend unter einem Gebäude. 1959-61 für ca. 11Mio$ gebaut (das wären heute etwa 100Mio $). So groß wie 2 Footballfelder -112000 square feet - und geplant für 1100 Leute (450 Congress + 100 Senat + Personal etc.). Die Räume liegen mehr oder weniger an einem Gang auf einer Etage (Plan). Der Gang ist 300 Meter lang - endet an einem Hang (25Tonnen Tür) und vorn mitten im Hotelkomplex (siehe Video) und der zweite Zugang vorn ist eine LKW-Rampe vom Hotelparkplatz (18Tonnen Tür). Vorn und hinten gab es Dekontaminierungseinrichtungen. Alle schliefen angeblich in Doppelstockbetten in 18 60Bett-Zimmern (je zwei Zimmer teilen einen Wasch/Duschraum plus einen Aufenthaltsraum). Die erste Garde hatte 2Bett-Zimmer. Es war so ausgelegt, dass man 60Tage hätte aushalten können (3 Dieselaggregate für Stromerzeugung und drei mal 14000 Gallonen Diesel; drei mal 2500 Gallonen Wasser; Luftfilteranlage; Müllverbrennung). Zum Bunker sind es es 10 Meilen zur nächsten Start- und Landebahn sowie etwa 1 Meile zum Bahnhof.
Noch ein Doku Video und ein anderer Besuchsbericht.

Die Idee war 1959 so: Die Bomben kommen nicht per Rakete sondern per Flieger. Man hat also Zeit zur Evakuierung. Also fliegt man alle relevanten Leute zwangsweise in die Appalachen und schiebt sie vor Bombeneinschlag in den Bunker. Den Bunker kennt keiner (gute Tarnung beim Bau und Betrieb - Respekt! u.a. waren weite Teile des Bunkers immer öffentlich zugänglich, ohne dass Normalsterbliche gemerkt hätten, im Bunker zu stehen) und er liegt so versteckt in den Bergen, dass man die Bomber auch hätte abfangen können. Dazu hat der damalige Präsident den Eigner der Eisenbahngesellschaft (und des Hotelkomplexes) angeboten ihm einen Hotelflügel zu bezahlen, unter dem dann der Bunker errichtet wurde. Das Servicepersonal des Bunkers war zugleich für Aufgaben im Hotelkomplex beschäftigt.
29. März09: Heute war der Bunker der Landesregierung NRW zum ersten Mal seit Inbetriebnahme auch offiziell Zivilpersonen zugänglich, die sich vorher via ausweichsitz.de angemeldet hatten (an dem kommenden zwei Sonntagen sind ebenfalls Führungen). Ca. 50 Leute inkl. diverser Fernseh- und Radioteams bestaunten die intakte Elektrik/Klimatechnik/Sende- bzw. Rundfunktechnik und begaben sich auf eine Zeitreise in die 60er Jahre. In dem Zustand wirkt so eine Anlage noch beeindruckender und beängstigender. Als hätten völlig Größenwahnsinnige sich eine Modellbahnanlage in groß gebaut - koste es was es wolle. Immerhin hat die Anlage nie ihrem eigentlichen Bestimmungszweck dienen müssen. Fotos habe ich hier ins Album gepackt und ein Video hochgeladen.
Auch der WDR hat eine schöne Slideshow mit Erläuterungen von Herrn Röhling. TV-Sendung vom ZDF.
März09: Ich habe den Bunker der Landesregierung NRW in Urft (bei Kall) gefunden. Imposant angelegt, wenn auch recht gut versteckt im Wald. Das phänomenale: Der Bunker ist noch im Urzustand, quasi betriebsbereit mit aller Einrichtung. Hier gibt es Bilder vom Inneren des Bunkers. Ein paar Außenaufnahmen und eine Karte findet ihr hier. Das Album-Passwort ist: auff (ja, mit zwei f am Ende).
Neulich las ich das Buch "Die Nachhut" von Hans Waal dass ich euch allen ganz wärmstens empfehlen möchte. Sehr unterhaltsamer und locker geschriebener "Krimi" über vier Nazis, die erst 2004 seit 60 Jahren das erste Mal ihren Bunker (unter einem Truppenübungsplatz) verlassen, weil der letzte Büchsenöffner abgebrochen ist. Der Autor macht auch gelegentlich Lesungen - findet man auch was bei youtube dazu.
Steckbrief Regierungsbunker:
entstanden aus einer Eisenbahntrasse, die nie in Betrieb ging +++ im Tunnel erst Champignonzucht +++ im 2. WK Teil der V2 Produktion - inkl. Außenlager vom KZ-Buchenwald +++ zersprengte Zugänge zunächst vom THW freigelegt +++ 1965 war Bauteil Ost/Ost fertig +++ 1000 Leute bauten 12 Jahre insgesamt +++ MAN-Tore (je 25 Tonnen) im Tagebau eingebaut (abgetarnt), drumrum 9m dicke Wände und 6m Decke aus Beton +++ 8 Tiefbrunnen mit ausreichend Nachschub für 2000 Leute +++ 15 Diesel-Generatoren +++ 1000 Feuerlöscher +++ 5 Kommandozentralen, davon nur 1 dauerhaft besetzt (die anderen nur bei Übungen und Diesel-Test +++ alle 2 Jahre Natoübung WINTEX +++ WINTEX 1991 nach Mauerfall abgesagt +++ Bunker wurde 1997 geschlossen, auch wegen notwendiger Investitionen von 100 Mio DM für Brandschutz +++ 5 Jahre Rückbau bis auf die 300m Museum +++ im Museum für 700000 Euro Brandschutz +++ Tunnel von Ahrweiler bis Mariental ca. 1,5km

Juli08: Neue Sendetermine für die Reportage "Codename Rosengarten" - 10.7. 1.15 auf Phoenix und 16.7. 2.15 auf Phoenix.
Ende März 08 - ich war drin: Der Andrang hielt sich in Grenzen und so war ich mal wieder drin. Öffnungszeiten und Preise. "Fotografieren mit Stativ verboten!" - idiotisch. Viel Einrichtung gibt es nicht mehr zu sehen und vieles ist eben am falschen Platz und man sieht das auch ... Lohnt sich trotzdem. Bücher kauft man besser im Deutschen Museum in Bonn - dort gibt es eine kleine Auswahl, in Ahrweiler nur das Buch von der IHK.
Aus gegebenen Anlass gibt es eine neue Galerie für euch.
So, jetzt habe ich in amazon.de noch eine Bücherliste zum Bundesbunker (Amazon-Partnerlink) angelegt.
Über Feedback von Besuchern dieser Seite würde ich mich auch mal freuen. Vielleicht bastle ich dann noch einen "Guide" für all jene, die es mal ins Ahrtal verschlägt und die mehr als nur die Führung im Bunker mitmachen wollen.

März 08: Die Presse ist wieder aufgewacht und berichtet ausgiebig über das heute eröffnete Bunkermuseum in Ahrweiler. Ich schätze, da gibt es Hunderte, die sich aufmachen, und doch nicht reinkommen - denn: nur 25 Besuchern pro Gruppe und ca. 30 Minuten Dauer für die Führung ...
RP-online: das Kanzlerbett, FAZ: Ende eine Dienststelle, SWR: Museum eröffnet ...

Februar 08: Ein Zufall verschlug mich wieder ins Ahrtal. Das Museum samt Vorplatz bleibt offenbar so drastisch eingezäunt. Wohl besser bei so viel Glasfront. Oberhalb des Bauteils Ost war ich ziemlich erstaunt, dass die Aufbauten bei 171, 173, 175 quasi noch fast im Originalzustand sind und dort die Aufbauten lediglich zugeschweißt sind. Siehe neues Fotoalbum.
Januar 08: Am Sonntag, 13.1. 00:45 Uhr kam auf 3sat: 30 Minuten Doku über den Regierungsbunker als "Codename: Rosengarten". Tolle Aufnahmen vom Urzustand und Rückbau! Achtung Wiederholung: 7.2. 00.45 Uhr auf Phoenix.
Dezember 2007: Der Bau des Museumsanbaus in Ahrweiler ist nahezu abgeschlossen und am 28.2. soll angeblich die Eröffnung sein. Es gibt wohl auch schon zahlreiche Anmeldungen für Führungen. Nach meinen Informationen werden dann jeweil 25er-Gruppen durch den Museumsteil geführt und bekommen vorher wohl einen Film gezeigt. Eventuelle Umnutzung anderer Bunkerteile lassen sich derzeit nicht erkennen.

Juli 2007:So, am 21./22.7. wie auch am 27./28.7. ist im Bauteil "West/Ost" am Einganmg in Marienthal (Bauteil 101) eine öffentliche Ausstellung (organisiert von der IHK unter massiver Bewerbung von www.ausweichsitz.de). Ein paar hundert Meter des Bunkers sind zugänglich und mit ein paar (eher nichtssagenden aber gut dokumentierten Fotos) sowie einigen Videoinstallationen ausgestattet.
Für diesen Zweck wurde aus dem etwa 1,5km entferten Dernau Strom hochgelegt. Mit diversen weiteren Beleuchtungen auf der gesamten Tunnelstrecke - was das wohl für den ach so stillgelegten Bunker und seine totale Nichtnutzung bedeutet?
Übrigens kursierte am Rande das absurde Gerücht, dass nach der Ausstellung, der Eingang 101 komplett zubetoniert würde.
Viel Spaß mit den Bildern, die von nun an in einem neuen Album liegen.
Update: mir sind direkt noch aktuelle Fotos von der Museumsbaustelle bei Ahrweiler zugespielt worden, die liegen mit im neuen Album! Apropos: Es hieß am Sonntag, dass das Museum erst im Winter aufmachen würde. Ich hatte bislang den Oktober in Erinnerung.


März 2007: Ich reich mal ein paar Links nach, die ganz gut sind. Die HWK hat eine Seite mit viel Text und viel Bildern gemacht: www.ausweichsitz.de. Zu den Bildern gibt es teilweise nützliche Hintergrundinfos und Ortsangaben. Und bei der Wikipedia hat sich auch Einiges an Infos angesammelt: Regierungsbunker. Der Bunker in GoogleMaps.
Dezember 2006:Kürzlich fand die Grundsteinlegung für das Museum in Ahrweiler statt, das noch 2007 eröffnet werden soll. Update: Fotos und Skizzen bei Ausweichsitz.de
Oktober 2006: Der Rückbau ist seit ein paar Wochen abgeschlossen, soweit ich das sehen kann. 405 und 406 sind komplett zu. An 101 und 201 sind noch große Tore, die mit einem aufwöndigen Schlossschutz um ein Vorhöngeschloss gesichert sind. Die Aufbauten auf sömlichen Lüftungen sind weg, die Lüftungsgitter dort zubetoniert aber nicht verschüttet worden (siehe Fotos). Für mich wirkt das Ganze etwas halbherzig. Einzig die Tatsache, dass zu den Toren weder Bitumen noch sonst eine Fahrwegsbefestigung ist, schwöcht meine Theorie vom heimlichen Wiederausbau. Zumindest hat man sich dieses Hintertürchen deutlichst offen gehalten. Ganz öhnlich beim Postbunker übrigens. Hat denn jemand beobachtet, wie genau man die Lüftungsschöchte verschlossen hat?

Oktober 2005: Das erste Tor ist zubetoniert, das zweite folgt in Kürze. Die Außenanlagen auf dem Bergrücken werden eingeebnet. Die ausfahrbare Antenne ist schon weg ...
21.8.2005: Oh je! Die Tore 405 und 406 werden jetzt auch noch mit Beton verschlossen. Siehe neue Fotos! Bin im Café Hoch gewesen - immerhin. Über die Treppe kommt man bis unten an das Tor zum Schacht. Dort ist dann Schicht. In wenigen Wochen sollten die Arbeiten in Marienthal abgeschlossen sein. Dann wird es oben auf dem Bergrücken nochmal interessant.
Januar2005: Juchu! Ich war drin! Die Leute vom Museumsprojekt hatten eine kleine Begehung arrangiert. Atemberaubend wie das Bunkersystem so ganz leer wirkt. Die großen MAN-Tore (brandschutztore) sind noch drin. Im Westteil ist recht wenig Wasser. Im Ostteil dann hinten schon recht viel. Man muß wissen, dass die Röhren ab den Brandschutztoren auch keinen ebenen Boden mehr haben. Die sind also rund. Zuletzt haben wir uns noch den Teil angesehen, der erhalten ist für das Museum. Krass wie groß der Bereich doch ist. Sehr beeindruckend mit den beiden Etagen und den Seitengängen! Ein paar Fotos packe ich in das Album.
Die beiden Hauptzugänge über die ehem. Außentanklager sind jetzt vergittert. Da ist kein Reinkommen mehr. Ansonsten kommt man aber derzeit gut auf die diversen Außengelände. Mindestens am "Eingang" 521 sind sogar die "Feuerleitern" abgeschweißt - da geht es also ca. 50 Meter senkrecht ... . Bei "Eingang" 142 stand tatsächlich die Tür offen. Meine Ausrüstung hat es aber nicht erlaubt, den Abstieg zu wagen. Unten schien auch ein Gitter und darunter Wasser zu sein (Nachtrag: Man kommt noch bis zu dem schweren Verschlüssen fü die Lüftung smat den Anlagen - das soll sehr u-Boot-like sein. An der Sohle der Leiter landet man in einem Abschnitt wo dann die weiteren Leitern in den Bunker fehlen.). Neue Fotos online. Bitte erklär mir doch mal einer wie das an der fetten Stahlplatte bei 138 funktionieren sollte - Erklärung: Da ist nur eine ausfahrbare Antennenanlage drunter. Keine Verbindung zum Bunker.

Der Bunker ist jetzt bis auf die letzten 200m vollständig entkernt und die Baufirma ist abgezogen (siehe HWK Koblenz). Es wird noch ein drittes Los ausgeschrieben zum Rückbau der Außenanlagen auf den Bergrücken samt Verschüttung einiger Zugänge. Die Außenanlagen in M'thal samt dem Sitz der Behörde stehen demnächst zum Verkauf. Die Interessengemeinschaft für das Museum hat eine Website online gebracht www.bundesbunker.de. Im Schatzsucher.de Forum gibt es einen Thread zum Rückbau des Bunkers.

November 2004: Es lohnt sich mal wieder zu googlen. Es gibt eine Reihe neuer Seiten, Reportagen etc. zum Thema Bunker. Mit den Suchbegriff "Ausweichsitz" hatte ich viele interesante Treffer. Die Handwerkskammer Koblenz hat eine DVD rausgebracht zum Bundesbunker. Darauf hat sie ihre Fernsehreportagen zusammengetragen und lieblos durch Fotos ergänzt habe ich gehört. Die silberne Scheibe soll 40 Euro kosten ... Für Freunde der Anlage sei dann noch der schlechte Amateurkrimi "State of Emergency" empfohlen, den man billig bei ebay bekommt. Wurde von ein paar Jugendlichen gedreht, die noch vor dem Rückbau da ein Wochenende lang reindurften. Noch immer wird spekuliert, ob es vielleicht doch unterirdische Verbindungssysteme zum nahegelegenen Behelfsflughafen gibt. Der Rückbau ist inzwischen sehr weit vorangeschritten und der Zugang durch die Belüftungssysteme sei nicht mehr möglich, sagte man mir.

Juli 2004: Artikel im Kölner Stadtanzeiger. Spricht auch das Museum und das Vorhaben der Flutung an.

Juni 2004: Noch immer massive Rückbauarbeiten. Mehrere Spezialhochdruckgeräte sind aufgefahren. Wofür kann ich nicht sagen - Asbestsanierung? Eine größere Anlage in der Art einer Kläranlage ist errichtet. Das Gerücht, dass der Bunker geflutet werden soll, kann ich gar nicht nachvollziehen. So tief liegt er einfach nicht. Im Trakt zwischen Bad Neuenahr und Marienthal ist so viel Gefälle, dass das Wasser in M'thal ausströmen würde. Der Teil zwischen Dernau und M'thal dürfte auch etwa so geneigt sein.

November 03: Scheint, ich hätte dank einiger Tipps einen nutzbaren Zugang zur Anlage gefunden. Eine kleine Hürde ist da noch zu nehmen. Demnächst mehr. Ein Seite dazu, wie man einer neue Bunkerbaustelle erfindet mit der Originalanzeige zum Verkauf des Bunkers. Und noch eine Seite, die sich vorwiegend der Entstehung des Bunkers widmet.
August 03: Wahnsinn - schon fast 10.000 Besucher in dem Fotoalbum. Wenn der eine oder andere da Fotoabzüge bestellt und die Qualität nicht so toll ist, dann bitte mal melden, dann kann ich evtl. bessere Bilder hochladen.

Juni 03: Noch immer wird samstags gearbeitet. Firma Schöndorffer hat neue Türen bestellt, die uns wohl schon bald die Wege versperren. Massiver Abriss von Wänden etc. mit riesigen Schuttbergen verbunden. Die Röhren sind jetzt bis etwa 250m ab Eingang frei und beräumt. Dann kommt ein Tor, das mit Fahrzeugen verstellt ist. In den Eingangsbereichen sehr viel Schrott. Noch immer werden auch große Elektro- und Sanitäranlagen demontiert. Ich habe das Album ergänzt. Man kann jetzt den Inhalt der Dokumentation Dienststelle Marienthal runterladen.

Januar 03: Überraschend wird auch Samstag nachmittags gearbeitet. Die Elektrokarren fahren zwischen den beiden Eingängen hin und her. Die Sprengungen sind soweit abgeschlossen. Die Diesel(Generatoren) sind ausgebaut und sollen offenbar einer anderen Nutzung zugeführt werden. Bei den Antennenanlagen stehen die Tore offen?! Mindestens eine der Anlagen ist in Betrieb (Kopfschmerz durch Feldstärke!) - wofür? Was tut sich hier noch?
Jetzt endlich habe ich das Album mit vielen Bildern aus dem Bunker zugänglich! Die Arbeiten an derÖffnung der Tunnel von den Seitentunneln (Außentanklager) her sind weit voran geschritten. Im Westteil ist der Durchgang frei. Ein paar neue Bilder davon sind online. Nahezu unbenutzte große Kopierer liegen in den Abfallcontainern, überall stehen leere Kisten von Dynamit Nobel herum. Die Spuren der Sprengungen sind beachtlich. Ich habe eine weitere sehr gute Seite zum Objekt entdeckt: Ausweichsitz der Bundesregierung
Juli 02: Die Außentanklager sind mit schwerem Gerät aufgemacht und ausgeräumt. Küche und Sanitäreinrichtungen wurden gerade ausgebaut. Leider kein Geschirr zum Mitnehmen. Bin leider wieder nicht reingekommen. Am Turm "café Hoch" (einst für den BGS errichtet, der hier fortwährend mit einer Hundertschaft stationiert war) wurde das kleine Hindernis "mittleres Tor" neu mit Stacheldraht verbarrikadiert. Mehr Fotos.
abbruch ri dernau
Angestachelt von einer Webseite habe ich mich am Karnevalssonntag 2002 und einem Folgewochenende auf den Weg gemacht, um zu sehen, was es mit den bei Klaus beschriebenen Tunneln auf sich hat. Bei Annäherung an das Zielgebiet fielen mir die vielen anderen mehr oder weniger offiziell zugänglichen alten Eisenbahntunnel im Ahrtal auf. Sehr sehenswert - überhaupt: die Landschaft mit den Weinbergen - ganz toll.
Die Suche nach dem ersten Eingang bei Dernau (223) gestaltete sich zunächst schwieriger, führte dann aber doch zum Ziel. Ernüchterung. Hier und an den anderen Lüftungseingängen hat die Bundeswehr frei nach dem Motto "hoffentlich ist es Beton" alles verriegelt. Und da dämmerte es mir auch schon - der "Bundesbunker"! Wenig idyllisch an einer Nebenstraße gelegen.
Dernau 

Am anderen Ende von Dernau ein weiterer Eingang (410, 283). Vielmehr ist hier der Anschluß der Anlage an das öffentliche Sromnetz durch die RWE. Ein Örtchen weiter in Marienthal kannte ich schon in etwa den Weg oben bei der Klosterruine. Optimal: kein Mensch da. Eine Baufirma ist seit Sommer beauftragt, den Bunker zu entrümpeln, der ja letztes Jahr verkauft werden sollte. Nach dem 11.9.2001 lief dann mal für einige Zeit eine Revision der Pläne zur Stillegung + Räumung. Überrascht war ich, daß absolut niemand die "Hochsicherheitsbaustelle" bewachte. Später im Wachturm sah ich noch ein paar Kontrolllämpchen leuchten und den kompletten Tunnelplan an der Wand. Die Lichtverhältnisse waren allerdings sehr ungünstig. Macht nix, denn der Plan fand sich später im Internet (!). Auf dem Berg über dem Kontrollturm stehen einige Funkmasten und unter bzw. neben dem Turm gibt es zwei weitere Einfahrten in den nächsten Tunnelabschnitt. Auf die gerade laufende Demontage von Großküche und Telekommunikation liessen eben solche Dinge schliessen, die gerade in große Container entsorgt waren.

So streunerte ich über die TOP SECRET AREA und brachte manch Verwunderlichkeit zu Tage. Das fängt mit der verantwortungslosen Lagerung von Gasflaschen (Korrektur jan05: das dürfte die CO2 Löschanlage gewesen sein) an, die durch die Sturmböen der letzten Tage ordentlich kreuz und quer lagen und ging hin zu der Kiste Elektronikschrott. Neben vielen Akkus entdeckte ich ebensoviele Bügeleisen und dann zunächst Joysticks und später: tatttaa! Reste eines Commodore C64 samt umgebauter Floppy 1541 (Speedrom). Die Unterhaltungstechnik hatte also ein paar Jahre auf dem Buckel. Zur Info: Die Bundeswehr hat die ca. 3000 Betten übernommen, das THW die ca. 3000 Stühle und jemand - ich glaube Andreas Magdanz - bekam 1000 oder mehr originalverpackte Wählscheibentelefone.

Zum Schluß wurde die Zeit knapp und ich konnte mir das dritte Ende des Tunnels bei Ahrweiler nicht mehr ansehen. Der Bericht folgt. Wer sich selbst auf die Socken machen will: einfach den Rotweinwanderweg ablaufen, ihr kommt so zu fast allen Zugängen!

So war ich dann bewaffnet mit dem großen Plan nochmals unterwegs und habe die anderen Lüftungszugänge aufgesucht. Alles recht unspektakulär aber gut zugänglich. Auf dem Weg noch eine interessante Gastronomie zu Füßen der Funkanlagen. Um alles leicht zu erreichen, muss man zwischen BNAAW und Marienthal bei der Wirschaft "Bunte Kuh" die schmale steile Straße hinauf. Fast ganz oben angekommen fährt man direkt auf den Zugang 191 zu. Eine Art Liefereingang. Der Fahrstraße folgen und ihr kommt vorbei an der Hundertwasser-Wirtschaft hoch durch die Weinberge zu den Funkanalgen-Arealen (extrem gepflegte Zäune deuten auf eine weitere Nutzung hin, genauso wie eine Art Bodenradar bei einer der Anlagen. Bei der kleinen Funkanalge gibt es einen weiteren Lieferzugang über Kran etc. (Korekktur Jan05: Kein Eingang, nur versenkte Antennenanlage) Direkt daneben zum Hang hinunter ein größeres Areal mit mehreren großen Außenabjekten (140, 142, 142). An einem ist merkwürdigerweise ein recht neues Telefonhäuschen montiert (144). Halb zwischen dieser Stelle und dem Wachturm unten in Marienthal noch ein mächtiger Betonklotz (130). Auch wenn man im Marienthal der Straße weiter bergauf folgt kommt man an einen Luftschacht (Jan05: Fluchtweg 225) an mehrere künstliche Teiche und einer weiteren großzügig angelegten Zufahrt (281).
192


Ja,  und wenn man schon beim Bundesbunker war, dann macht man sich auch auf dem Weg zum Postbunker. In Luftlinie ist beides nicht weit auseinander, dass kann schon sein, aber es war ein ganzes Stück zu fahren. Von außen sieht man etwas abseits einen verschlossenen Nebeneingang. Der Haupteingang ist auch relativ gut abgeriegelt. Durch das halbwegs massive Alugitter erkennt man gut, dass dahinter alle Türen offenstehen (hmm, das lockt vielleicht!). Schade. Das Gebäude direkt davor ist wieder in Nutzung. Daher kann man nicht unbemerkt rumwerkeln an den Türen. Oben im Wald wieder zwei Betonklötze, die einst die Lüftungsschächte darstellten. Einer davon möglicherweise mit einem zubetonierten Notausgang. Im Ort ist "die Post" durchaus bekannt. Da gab es auch noch neben einer Fabrik ein mutmaßlich zugehöriges Objekt. Eigentümer des Postbunkers ist die Gemeinde S.

Auf den anderen Seiten dreht sich alles um eine Schachtanlage im Siebengebirge. Passwortschutz, da an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet. Jetzt noch ein paar Fragen zu Bundesbunker/Postbunker:

Habt ihr neue Eingänge entdeckt?
Postbunker hat nur den Haupteingang und den Nebeneingang/Notausgang.
Könnt ihr das Innere skizzieren? Hat jemand den Plan sauber?
Gibt es Fotos und weitere Berichte?
Könnt ihr die Außenskizze verbessern?
Neue Funde von euch?
Wer hat seinerzeit den Bunker ausgestattet? ABB war z.B. dabei.
sowie: Hoch-Tief,Wyass und Freytag, Holzmann, Heydtkamp, Thyssen, Allgemeiner Hoch und Ingenieursbau, Beton und Monier, Bauwenz Bauunion.
Wie erfolgte die Kommunikation von/mit dem Postbunker?
angeblich nicht wirklich gut verlegte Kabel, die es auch schon mal freigespült haben soll.
Was hat des mit den Toren in Fronrath auf sich?
angeblich wirklich wirklich privat - Wildschutzzaun. Da hatte wohl jemand eine günstige Quelle.
Gibt es noch mehr Objekte dieser Art (in der Gegend)?
Insgesamt existierten angeblich 58 Bunker des Typ┬┤s Postbunker in S. und 17 Befehlsbunker. Vom Reg-Bunker in Marienthal in Richtung Nord gibt es angeblich noch 4 andere Bunker.



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Jegliche Verantwortung für Gefahren im Zusammenhang mit dem Besuch der beschriebenen Anlagen wird grundsätzlich abgelehnt. Insofern ist in diesen Seiten keine Aufforderung zum Besuch zu sehen sondern eine Informationssammlung rund um die Bunkeranlage und ihre Umgebung. Die Nennung von Organisationen bedeutet nicht, daß diese im Zusammenhang mit meinen Seiten oder den erwähnten Objekten stehen. Für die aktuellen Inhalte der angelinkten Seiten kann keine Gewähr übernommen werden. Die Aussagen im Forum liegen im Verantwortungsbereich der jeweiligen Autoren.





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